(Von links) Martin See, Anna Jakobs, Rüdiger Stiehl und (nicht auf dem Foto) Sandra Fabrello laden herzlich zur ehrenamtlichen Mitarbeit im evangelischen Betreuungsverein ein. (Foto: Eberhard Müller)(Von links) Martin See, Anna Jakobs, Rüdiger Stiehl und (nicht auf dem Foto) Sandra Fabrello laden herzlich zur ehrenamtlichen Mitarbeit im evangelischen Betreuungsverein ein. (Foto: Eberhard Müller)Evangelischer Betreuungsverein in der Rhein-Ahr-Region sucht ehrenamtlich engagierte Menschen

Dass die ehrenamtliche Arbeit im evangelischen Betreuungsverein in der Rhein-Ahr-Region Spaß macht und das Leben bereichert, dafür ist Rüdiger Stiehl der lebende Beweis: „Ich mache die Vorstandsarbeit seit 1992, also seit 34 Jahren.“ Ansporn ist für Rüdiger Stiehl, wenn man sieht, dass Hilfe auch ankommt: „Es sind Menschen, die sehr dankbar sind, dass sie betreut werden“, sagt Rüdiger Stiehl. „Ich finde die Arbeit total wichtig. Es würde etwas Unglaubliches fehlen, wenn es den Verein nicht gäbe.“

Den Vorsitzenden treibt die Sorge um, dass der Verein auch weiterhin seine Dienste anbieten kann. Der Vorstand des evangelischen Betreuungsvereins ist in die Jahre gekommen, sodass einige ihr Amt in Zukunft nicht mehr weiterführen können. Rüdiger Stiehl: „Zum Erhalt des Vereins brauchen wir einen Vorstand. Wir, die Vorstandsmitglieder, sind mit dem Verein alt geworden und erfahren, wie schwierig es ist, neue Leute zu aktivieren. Bei mir sind es Altersgründe. Ich mache die Arbeit von Anfang an, da kann man den Staffelstab mal gerne in jüngere, aktive und belastbare Hände weitergeben. Ein Generationswechsel ist notwendig. Einigen im Vorstand geht es ähnlich.“ Ergänzend zum Vorsitzenden braucht der Verein einen stellvertretenden Vorsitzenden sowie Beisitzer, sodass man je nach seinen persönlichen Vorlieben mitarbeiten kann. „Ich lade Interessierte gerne ein uns kennenzulernen und freue mich über jeden, der eine Aufgabe im Vorstand übernehmen will.“

Vier Vorstandssitzungen gibt es im Jahr, und auf der einmal jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung wird alle vier Jahre gewählt. Die nächste Wahl ist im November 2027. „Um im Vorstand mitarbeiten zu können, braucht es keine Erfahrungen in der Vereinsarbeit, wobei Erfahrungen, beispielsweise im betrieblichen Bereich, natürlich willkommen sind“, sagt Pädagoge Martin See und macht Mut, sich beim Betreuungsverein zu melden: „Die Vereinsarbeit ist keine Mammutaufgabe, dabei aber so wichtig.“ Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betreuungsvereins begleiten derzeit rund 40 Menschen im Rahmen einer rechtlichen Betreuung. „Unser Ziel ist es, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, ihre Selbstbestimmung zu stärken und ihnen als verlässliche Ansprechpartner und Problemlöser zur Seite zu stehen. Gemeinsam suchen wir nach individuellen Lösungen und helfen dabei, persönliche, gesundheitliche, finanzielle oder behördliche Herausforderungen zu bewältigen.“ beschreibt Dipl. Pädagogin Anna Jakobs ihre Arbeit.

Neben der Führung rechtlicher Betreuungen wurden im vergangenen Jahr 125 Beratungen durchgeführt. Diese richteten sich insbesondere an ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer sowie an Bürgerinnen und Bürger, die sich über Vorsorgemöglichkeiten wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung informieren wollten.

Gemeinsam mit dem Betreuungsverein des SKFM konnten außerdem rund 30 Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen angeboten werden, darunter der Grundkurs für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, Vorträge zur Bestattungsvorsorge sowie weitere Informationsveranstaltungen rund um die rechtliche Vorsorge. Insgesamt nahmen 423 Besucherinnen und Besucher an diesen Veranstaltungen teil. „Mit unserer Arbeit möchten wir Menschen informieren, unterstützen und ihnen in allen Lebenslagen kompetent zur Seite stehen.“ sagt Pädagoge Martin See.

Wer Interesse an der Vereinsarbeit hat, könnte als Vorsitzender tätig werden, so Dipl. Pädagogin Anna Jakobs: „Der Vorsitzende muss kein Jurist sein, Kenntnisse im Vereinsrecht kann man sich leicht aneignen, wobei Wissen in der Haushaltsplanung und im Finanzwesen wünschenswert wären. Bei rechtlichen Fragen gibt es Beratungsstellen, die weiterhelfen können. Zudem hat ein Vorsitzender geringe geschäftsführende Aufgaben und ein wenig Personalführung. Mit Sandra Fabrello, Martin See und mir sind es drei hauptamtliche Mitarbeiter. Man muss auch nicht gleich als Vorsitzender zupacken, denn Beisitzer und ein zweiter Vorsitzender werden ebenfalls gesucht. Wichtig ist, das nötige Herzblut mitzubringen!“

Angesprochen sind Menschen aller Konfessionen sowie Personen ohne konfessionelle Bindung, die sich mit den Zielen und Werten des Vereins identifizieren können. Anna Jakobs: „Wer Freude daran hat, sich sozial zu engagieren und die Arbeit unseres Betreuungsvereins aktiv mitzugestalten, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden. In einem unverbindlichen Gespräch stellen wir gerne die Aufgaben und Möglichkeiten einer Mitarbeit im Vorstand vor.“:

  • Betreuungsverein der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region e.V.
    Wolfgang-Müller-Straße 7a
    53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Telefon: 02641 / 950 63 20
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    www.btv-rar.de